Mittwoch, 28. Dezember 2011

You don`t need maps when you know where the sidewalk cracks!


Tach Kinners,

ist mal wieder das ein oder auch mal zur Abwechslung das andere passiert. Die Andreas Hillemeyer-Version der Geschichte ist folgende: Wir waren in Noosa und sind jetzt in Brisbane.

Wer die volle ab-18-Version lesen will kann das hier tun:

Tragische Geschichte, lest weiter...
Nachdem wir Rainbow Beach verlassen haben, sind wir im Nomads Hostel in Noosa eingefallen und haben uns von dort aus erst einmal die schöne Stadt angesehen. Noosa ist endlich einmal ein ein bisschen größeres Dorf (ich glaube aber, dass man guten Gewissens auch Stadt sagen kann). Es gibt reichlich Läden zum Geld ausgeben, insgesamt eine ziemlich weit verteilte und schöne Innenstadt und wieder zahlreiche Berge und Parks zum beklettern, was wir dieses Mal aber mal ausnahmsweise unterlassen haben.
Stattdessen war Martin beim Optiker und konnte sich endlich mal ne Brille bestellen. Das tragische und zugleich auch ziemlich lustige über Martin Thomas ist nämlich, dass er seit Wochen eine riesige Büchertasche voll mit dicken Schinken mit sich herumschleppt, seine Kontaktlinsen aber irgendwie nicht mehr nicht in seinem Auge nerven wollen und so ist er im Moment etwas zu blind um zu lesen. Die Brille kommt aber in circa zwei Wochen an. Wir werden feiern! Chrissi hat sich auch direkt mehrere neue Bücher geholt, nur um Martin zu ärgern versteht sich.
Man mag sich fragen, was wir eigentlich in Noosa wollten, denn der Ort ist nicht nur für seine wahnsinnigen Optiker bekannt. 

Najaaa, also zunächst sind wir erst einmal souverän in den Zoo gegangen! Wir haben einen Wahnsinns-Tag im Australian Zoo verbracht, in dem Steve Irwin auch heute noch wie ein Gott behandelt wird. Wer Crocodile Hunter früher ähnlich gefeiert hat wie wir, der wird wissen, was für eine einnehmende und charismatische Person der Mensch war. Er scheint dort wirklich einen tiefen Eindruck hinterlassen zu haben, denn an allen Ecken wird dort versucht sein Lebenswerk fortzuführen. Wir haben uns natürlich viele australische Tiere angeguckt und unter anderem auch festgestellt, dass die Schlange, die ein paar Businesspartner von uns auf dem Tomatenfeld gefunden und totgeworfen haben, eine Brownsnake und damit die zweitgiftigste Schlange Australiens ist. Und das will schon was heißen. 
Poserbild mit Känguru
Weiterhin haben wir uns Krokodilsfütterungen bzw eine Krokodilsshow angeguckt und meine Herrn, was können die Viecher beißen. Um euch Leser auch mal ein bisschen zu belehren: Ein Krokodilsmaul kann mit 3000 Pfund zuschappen, was der stärkste Biss ist, den das Tierreich kennt. Allerdings kann es den Mund nur sehr schleppend öffnen, so dass ein paar Umwicklungen mit Tesafilm schon oft ausreichen um den Kiefer geschlossen zu halten. Für die Zukunft auf jeden Fall merken, niemals einfach mal in Flüsse zu springen. Weiterhin haben wir Elefanten gefüttert und so einige Echsen, die hier einfach überall auf den Wegen und Straßen rumlaufen, fast plattgetreten und Poserbilder mit Kängurus gemacht. War ein wirklich toller Tag!

Kaum wieder im Hostel, haben wir auch schon wieder die wichtigsten Sachen gepackt und sind am nächsten Morgen für drei Tage auf eine self-guided Tour durch die Everglades  (nicht die in Florida!) gefahren. Die Tour war der Hammer und wir hatten durchweg viel Spaß und haben wieder tolle neue Leute kennengelernt. Das gute war, dass die Tour diesmal wirklich 100% self-guided war und man sich nach nichts richten musste (wie z.B. auf Fraser Island). Man bekam Kanus, Campingzeug, ein Zelt und einen 10 Liter Wassertank (immer alles für 2 Personen, Gruppen Chris hoch 2 und Maytin) gestellt, was auch ziemlich cool war, da wir auf Fraser Island mit 4 Leuten in den selben Zelten geschlafen haben, in denen wir nun zu zweit Platz hatten.
Mirror, Mirror on the River
Dann gings los: Den Noosa River hoch und irgendwann betritt man dann die Everglades. Wir sind ca 1,5 Stunden zum Campingplatz gepaddelt, haben unser Lager aufgeschlagen, was gegessen und sind erst mal Schwimmen und anschließend noch eine Runde paddeln gegangen („Every day I’m paddeling“).  Auf dem Zeltplatz waren wir insgesamt 17 Menschen allerdings nicht alleine. Wir bekamen Gesellschaft von einem einfach allesfressenden Truthahn und einer riesigen Echse, die mit Schwanz einfach mal so groß wie Chrissi war (konnte man messen, als sie einen Baum ein Stückchen hochgeklettert war). Ach ja und wir haben mal endlich ne fette Spinne gesehen! 

Am nächsten Tag konnte man dann irgendwann weiterpaddeln und wieder einen Berg hochwandern, auf dessen Spitze sich eine gigantische Dünenlandschaft mit malerischem Ausblick über die Everglades erstreckte. Wirklich der Wahnsinn, was man hier so sieht. Da wurden erst mal Fotos gemacht bis die ersten Kameras versandet waren.
AUSTRALIA
Anschließend gings den ganzen Weg mit einigen Schwimmeinlagen zurück und es wurde überm Gaskocher gekocht, Karten gespielt, Wahnsinnig-Geschichte mit Zwergenwitz erzählt und dann wegen Regen entschieden, Schlafen zu gehen. Mit circa unendlich Mückenstichen gings dann am nächsten Tag wieder zurück, wo uns ein netter Bootsfahrer (mit gigantischen Nasenlöchern) abholte und uns nebenbei erzählte, dass eine andere Gruppe ein paar Wochen vorher eine riesige Python im selben Fluss gesehen hat, in dem wir die letzten Tage so viel geschwommen waren. Naja, wir wurden aber vorher vor Schlangen und auch kleinen Haien gewarnt. Solange man alleine schwimmt kann aber wohl nicht viel passieren. Das wirklich faszinierende an dem Fluss waren allerdings die Spiegelungen. In dem Bild hier kann man meines Erachtens kaum unterscheiden, was echt und was Spiegelung im Wasser ist. Wirklich einmalige Sache, das Ganze!
Und weiterhin haben wir die ganze Tour insbesondere mit fünf netten Nürnbergerinnen bestritten und uns wirklich gut mit ihnen angefreundet.

Martin Thomas, gedreht in den Everglades
Weiter gings nach Brisbane, wo wir direkt am ersten Abend (was echt ne Leistung ist, da wir erst um 18 Uhr ankamen) eine dededäääääm WOHNUNG gefunden haben! Für 85 Lobsen die Woche (per Person) leben wir über einem Adultshop mit Aldi um die Ecke mit Merry (Vermieterin, kommt aus Indonesien), Marlon (Columbianer und passionierter Schmuggler von billiger Kleidung aus China), noch sonem Typen (Kennt keiner, hat dafür viele Haare am Oberkörper) und Lena, Steffi und Eva (3 der 5 Nürnbergerinnen) zusammen!
Wir haben jetzt erst mal in Ruhe Brisbane kennengelernt und viel Spaß mit den dreien gehabt, viele Filme geguckt, Goon verköstigt und und und! Brisbane ist eine richtige, echte Großstadt mit allem was dazugehört. Wir sind alle wirklich froh, mal zur Abwechselung richtig mitten in der Zivilisation zu leben und ihre Vorzüge zu genießen (auch wenn das immer mit Geldausgeben zu tun hat). Wir wohnen ja auch verhältnismäßig billig momentan, zahlen nichts für Wäsche und Küche und haben sogar einen Fernseher! 

Wir verlaufen uns übrigens die ganze Zeit im riesigen Brisbane. Wir haben keine Maps und wissen nicht, wo der Sidewalk crackt. Son Mist. 

Weihnachten haben wir natürlich in unserer Wohnung zusammen mit den Nürnbergerinnen, Merry, Heikki und Mike (beides gute, alte Freunde vom Tomatenpicken) gefeiert und uns Feuerzangenbowle, Bier und german Lebkuchen und german Christstollen gegönnt! Boah ist sowas teuer hier, selbst wenn man den Aldi vor der Haustür hat! Da dauert Heiligabend schon einmal bis 6 Uhr morgens. Wir hatten sogar einen Weihnachtsbaum zum zusammenstecken, jedoch ohne Schmuck. Also haben wir ihn einfach mit jedem Mist, der so rumflog geschmückt: Flip Flops, Sonnenbrillen, Buskers Permissions, Peter Pans Wristbands, Tomatenbin-Tags und so weiter und sofort!

Weihnachten in Brisbane!
Und weiterhin hier ein kleiner Hinweis: Niemals Fahrräder bei Citycycle in Brisbane leihen! Die dicken Ärsche :D Schreiben auf die Werbung 11 Dollar die Woche und wenn man die Fahrräder mit nach Hause nimmt kriegt man ne Mail, dass die 11 Dollar nur fürs subscriben sind und 24 Stunden 165 Dollar kosten sollen. 2 Wochen wohnen und Miete zahlen oder nen Fahrrad für nen Tag leihen? Auf Soundwavefestival gehen (für das May und Chrissi Karten haben, hehe) oder nen Fahrrad für nen Tag leihen? Irgendwie nicht so übelst witzig. Wehe einer lacht! Wir sind dann 30 Minuten zum Office von denen gelatscht, wurden dort an nen Telefondienst verwiesen, der uns dann riet ne Mail zu schreiben.
Naja, bisher wurden wir nicht gecharged und der Typ am Telefon meinte auch, dass das vielleicht gar nicht passiert. Geschieht wahrscheinlich häufiger. Wir kamen uns son bisschen so vor wie in soner Taff-Pro7-NachmittagsDoku, wo son scheinheiliger Internetdienst hochgenommen wird :D aber wahrscheinlich sind wir fein raus, wir halten euch mal auf dem Laufenden ;) Andernfalls richten wir ein Spendenkonto ein.

Die Nürnbergerinnen sind gestern ausgezogen und nach Sydney weitergereist, wo sie für Silvester ein Hotel gebucht haben. Man muss dazu sagen, dass Sydney an Silvester der vollste Ort der Welt ist und man kein Hostel unter 80 Dollar die Nacht bekommt, man dann mindestens 9 Nächte bleiben muss und einfach im 
Typ, Eva, Typ, Steffi, Typin, Typ, Heikki, Lena
Idealfall nen halbes Jahr vorher was organisiert haben sollte. Haben wir natürlich nicht, aber wir sind ja lieb und haben noch liebere Freunde. Wir dürfen auf dem Boden der Nürnbergerinnen pennen, haben uns heute einen Bus runter gebucht, nachdem alle Versuche eine Karre zu mieten mit Heikki und Mike dank unser Spontanität und Kurzfristigkeit nach hinten losgingen. Also geht’s übermorgen nach Sydney, dann wieder hoch und dann wird sehr exzessiv nach Arbeit gesucht, da die meisten von uns ziemlich blank sind.




Geburstagsgrüße gehen Raus an Nils Fischer, Pia Schram und Ääändy mit drei ä!

Bis dann ihr Lieben, frohe Weihnachten nachträglich und nen guten Rutsch vorträglich,
Tick, Trick und Martin

Hinter uns: Noosa, Kanutour, Brisbane
Vor uns: Sydney, Silvester, Brisbane , exzessive Jobsuche
Alter, wie es Weihnachtet!

Freitag, 16. Dezember 2011

I just got a taste and a little dust from every state caught underneath my shoes that'll never wash away.


Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebes Orchester, Herr Stadtrat mit Gattin,
es ist mal wieder so einiges passiert seitdem wir uns das letzte Mal gemeldet haben, was wir wieder mal dem nur selten vorhandenen Internet in die Schuhe schieben möchten.

Helden
Als erster Stopp nach Airlie Beach wurde Townsville angepeilt und man kann sagen: Ganz coole Stadt mit einem riesigen Berg, den wir am ersten Abend erst mal hochgeklettert sind nachdem uns ein Opa gesagt hat, dass es vom Stadtzentrum nur circa 20 min bis zum Gipfel sind. Keine Ahnung was das für ein Greis war, aber wir waren dann auch mindestens 60 Minuten später oben und waren nass geschwitzt bis auf die Knochen. Aber nen geilen Ausblick mit Sonnenuntergang gab`s. 




Wir und ein Tier
Am nächsten Tag sind wir dann via Fähre nach Magnetic Island geheizt und wurden da direkt enttäuscht. Wir wollten uns eigentlich 2 Scooter bzw. Roller leihen und damit die Insel erkunden. Martin oder Chrissi sollte May hinten drauf nehmen (Chris hatten wir ja in Airlie gelassen), weil diese nicht die meisten Führerscheine der Welt hat. Dafür braucht man aber in Australien wohl einen Motorradführerschein und deswegen sahen wird den Trip schon den Bach runtersiffen, da man Autos erst ab 21 Jahren leihen darf. Nachdem wir aber eine freundliche ältere Frau mit Tochter von unserem übertriebenen Talent als Fahrer überzeugt hatten, wurde ein Auge zugedrückt, wir bekamen ein kleines weißes Auto und bezahlten sogar weit weniger als für Scooter. Dann ging`s los und nach keiner halben Stunde haben wir auch direkt in einer engen kurve im Gebirge ne Radkappe verloren und einen Riss in eine zweite gefahren. Haben aber dann direkt alles wieder eingesetzt und mussten nicht draufzahlen :- ) Weiter ging`s zu den Rockwallabies. Minikängerus, die im Gebirge leben. Futter gekauft und die niedlichste Stunde der Reise gehabt! Es gab sogar Wallabies mit Baby im Beuten, ha! Dann nach fuhren wir weiter in einen Nationalpark in dem man Koalas in freier Wildbahn beobachten konnte! Wahnsinns Sache! Nachdem wir die restlichen schönen Strände angesehen (schwimmen ist ja wegen Stingern, also den tödlichen Quallen, nicht) ging`s zurück aufs Festland.



Wir hassen Spaß
Am nächsten Tag sollte es dann nach Rockhampton gehen, wo wir Chris wiedertreffen wollten (bzw. er wäre in den Bus zugestiegen). Wir haben diesen allerdings professionell verpasst und mussten 12 Stunden auf den nächsten warten. Die meiste Zeit haben wir einem freundlichen Cafe zugebracht, May hat sich spontan nen neuen Piercing gemacht und wir haben uns ein Aboriginal Culture Center angeguckt. War also doch nen guter Tag! Über Nacht ging`s dann direkt nach Agnes Water, da wir entschieden haben uns Rockhampton zu schenken, da wir so 2 Tage in Agnes Water anstelle von einem in jeder Stadt haben und uns so wenigstens Agnes Water und die Town of 1770 richtig angucken können. Über Nacht fahren spart nebenbei Hostelkosten! Chris sollte dort mittlerweile schon angekommen sein (hat seinen Bus ja nicht verpasst), war er aber nicht. Er kam dann nochmal 12 Stunden nach uns an und hatte eine 36 Stunden Fahrt quer übern Eastcoast hinter sich. Der Busfahrer hatte sich vertan, er hielt irgendwie wohl doch nicht in Agnes Water. Naja, wir waren dann wieder vereint, machten uns 2 mehr oder weniger ruhige Tage, liehen Fahrräder und erkundeten die Stadt (James Cook landete dort 1770 erstmalig auf australischem Boden), feierten im Hostel und konnten in Folge deswegen am nächsten Tag irgendwie nicht Surfen gehen. Dafür gab`s Riesenwellen in denen man dann später am Tag auch ohne Surfbrett dicken Spaß haben konnte.



May und Chrissi am Rumhängen! hihihi
Von Agnes Water gings dann via OZExperience-Greyhound nach Rainbowbeach. Alle normalen waren schon ausgebucht, aber wir haben ja seit Townsville Connections zu einer sehr netten Frau, die uns dort den späteren Bus gebucht hat, nachdem wir verzweifelt in ihrem Büro auftauchten, und uns ihre Nummer gab, und uns so einfach in einen kleineren, witzigeren Bus brachte. Das hatte nur Vorteile: Der Fahrer erklärt einem die Welt um einen herum und wir hielten einfach so in Budaberg an, wo der weltbekannte Budaberg Rum hergestellt wird. Nachdem Chrissi sich bei diesem Foto den Stromschlag seines Lebens an dem elektrischen Zaun hinterm Bild holte machten wir eine halbstündige Rumfabrikführung mit zwei Getränken inklusive für  10 Lobsen um 11 Uhr morgens. Kein schlechter Tagesstart! 



In Rainbowbeach angekommen hörten wir uns erst einmal ein Briefing über Fraser Island an und guckten uns ein lustiges Video über die Verteidigungstechniken gegen Dingos an, was die Guides als gesetzmäßigen Schwachsinn abtaten.  Am nächsten Morgen ging`s dann, nach einem unglaublich ausgiebigen Pancake-Frühstück bestehend aus ganzen 2 Minipfannkuchen, in aller Frühe los. Unser Team (bestehend aus uns, einem Schweizer, einem Österreicher und 2 Holländerinnen inklusive Stock im Allerwertesten) bepackte den für uns vorgesehenen Jeep mit Campingkram und eigenem Hab und Gut und ab ging`s auf die Insel.
Christoph, Holländerinnen, Schweizer (Sylvian), wir
Dort fuhren wir brav hinterm Guide her zu einem See, der an einer sehr eindrucksvollen Sanddüne gelegen war. Wobei man auf Fraser Island nicht auf Straßen, sondern einfach auf dem Strand mit dem 4-Wheel-Drive fährt (Zitat: “Der Stand ist eine Straße wie jede andere also kommt nicht auf die Idee dort zu schlafen!“).  Jeder der Bock und Führerschein hatte durfte mal ran und es war leichter als man dachte. Es gab sogar Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder, viel Rumgerutsche und man durfte durch die ins Meer fließenden Bäche fahren. Nebenbei hat`s miesen Spaß gemacht. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie wir es gerne  gehabt hätten, aber das störte die wenigsten und es wurde trotz Regen ausgiebig  geplanscht.  Danach fuhren bestiegen wir wieder das Auto, fuhren zur Campside und schlugen unser Lager auf. Da Christopher und Martin ganz touristenmäßig noch unzählige Fotos vom See machen mussten, kam unser Team  leider als letztes am Campingplatz an, was zur Folge hatte, dass das 4er-Gespann kuschelig zusammen in einem 3-Mann-Zelt (was aber wohl eher für 3 sehr kleine Männer ausgerichtet war) schlafen musste. Wir hatten es allerdings noch besser getroffen als 3 junge Französinnen, die einfach mal gar kein Zelt hatten und  beim Guide bzw. im Auto die Nacht verbringen mussten.  Wir kochten unser Abendessen (dank der überkorrekten Holländerinnen strikt nach Essensplan) und ließen den Abend danach mit ein paar Bier und Gitarrenmusik in der Gesellschaft ein paar müllsackklaunender  Dingos und unter Gooneinfluss zu Möchtegern-Oasismitgliedern mutierenden Engländern ausklingen. Leider schafften wir es nicht, unsere müden Augen bis 12 Uhr, da es hier um halb 7 auch schon stockduster ist,  aufzuhalten und verpassten so Martins Geburtstag. Dieser wurde allerdings am nächsten Morgen mit einem geheimagentenmäßig mitgeschmuggelten Kuchen und einem noch viel geheimagentenmäßiger gekauften und mitgeschmuggelten Martin-taucht-am-Great-Barrier-Reef-Foto als Geschenk zelebriert.

See am ersten Tag, ziemlich beeindruckend


Nach dem Frühstück ging`s wieder ab ins Auto und los zu den Champagne Pools, in denen die hartgesottenen der Gruppe (zu denen wir nicht zählten) trotz Wind und Regen schwimmen gingen; dann auf eine Klippe, von der man einen wunderbaren Ausblick über das Eiland hatte und zum Abschluss zu einem Creek, durch den man laufen konnte, wenn man nicht den danebengelegenen Spazierweg nutzen wollte. Nachdem wir diese Stationen der Insel nun abgeklappert hatten, fuhren wir wieder zurück zum Campingplatz, machten Abendessen (dank der strikten Richtlinien vom Vortag viel zu viel, so dass wir uns gegenseitig zur Völlerei überredeten und trotzdem am Ende die Hälfte wegwerfen mussten) und genossen etwas Goon zur Feier von Martins Ehrentag.
Der dritte Tag begrüßte uns abermals mit Regen. Nachdem wir die Zelte und das Lager abgebaut und alles in den Anhängern der Guide-Autos verstaut hatten, fuhren wir zum Lake McKenzie, einem wirklich sehr schönen Fleckchen Erde und genossen nochmal das (sehr) kühle Nass, eher wir mit den Autos auf die Fähre fuhren und wieder aufs Festland übersetzten. Dort brachten wir dann all unser Campingzeug zurück und fuhren zurück ins Hostel, wo erst einmal der ganze Sand ausgiebig vom Körper geduscht und aus den Klamotten und Schlafsäcken gewaschen wurde. Geschafft von den anstrengenden Campingtagen fielen wir dann ziemlich früh in einen Dornröschenschlaf.
Insgesamt wars also ein ziemlich cooler Trip mit wunderschönen Naturschauplätzen, lustigem Rumgefahre und einigen coolen Leuten (und einigen Holländerinnen). Christoph, der Österreicher, arbeitet übrigens fürs ORF und hat schon Spielberg, Brad Pitt, alle Harry Potter-, Twilight- und Sex and the City-Stars und viele mehr interviewt. Nur das Wetter hat genervt. Dafür haben die Dingos Chris ein Shirt und nen Pullover geklaut (hehe). Hat er sich aber wieder zurückerkämpft. 

Rainbowsand in Rainbowbeach, Zufälle gibts


Weiterhin haben wir nach Fraser Island noch einen 1,5 stündigen Surfkurs gemacht und waren ganz schön begeistert. Macht ziemlich Bock und ist sogar schaffbar (entgegen unser er Versagenserwartungen). Dann waren wir noch Delphine füttern, was eher semi-gut war. 200 Leute auf 2 Delphine. Die armen Tiere.
Weiter geht’s jetzt nach Noosa zum Australian Zoo und auf eine dreitägige Kanutour durch die Everglades!
Nebenbei ist die NYC-EP bald draußen. Nicht verpassen, sonst muss Chrissi wegen Schulden nach Hause!

Wirsing! Die 4 Wochenendtypen

Hinter uns: Townsville mit Magnetic Island, Agnes Water, Rainbow Beach, Fraser Island
Vor uns: Noosa, Brisbane

Mittwoch, 30. November 2011

I took a piss in every ocean, so fuck the world!


Daaa sind wir wieder mit neuen Lach- und Sachgeschichten! 

Wir haben seit dem letzten Eintrag so einiges erlebt. Das wichtigste ist erstmal, dass wir wieder zu dritt unterwegs sind und endlich richtig reisen und jeeeede Menge Geld ausgeben und arm werden können. Doch erst einmal zu den Ereignissen seit dem letzten Eintrag.

Wir haben das wunderschöne Hostel der „Whitsunday Terraces“ verlassen. Da wir dort eigentlich nur auf Martin gewartet haben und es zwar schön aber dafür auch nicht gerade umsonst war, haben wir uns entschieden zu WWOOFen (Willing Workers on Organic Farms). Das heißt, dass man für einen Farmer oder eine andere Privatperson 4-6 Stunden am Tag arbeitet und dafür Essen und einen Schlafplatz bekommt. Zunächst wollten May und Chrissi erst einfach in einem Hostel für Accomodation arbeiten (also quasi dasselbe wie wwoofen, nur halt in einem Hostel) und Chris hatte eine Wwoofing stelle sicher. Doch dann wurden dort noch zwei Plätze frei und wir kamen mit, da zusammen reisen immer lustiger ist. 

Aufgenommen hat uns Tim, ein 48-jähriger Australier (bzw. Engländer, der mit Anfang 20 nach Australien aussiedelte). Da Tim ziemlich gut betucht ist, lebt er mittlerweile mit seiner Familie in Sydney und möchte seine Villa in Airlie Beach vermieten. Diese war allerdings noch nicht ganz reif dafür, also halfen wir ihm zu streichen, Putzen, Schleifen und so weiter und sofort. Die ersten Tage waren wirklich der absolute Hammer, da das Haus groß und schön ist, mitten in der Natur(bzw. am Arsch der Welt) liegt und eine richtige Pool-Area hat.
Segöööln/Tim's Haus/Arbeitende Typen!
Das alles hatten wir drei quasi für uns alleine (am ersten Tag war noch ein nettes Tschechisch-Französisches Paar mit uns dort, aber die sind dann auch schnell Richtung Norden aufgebrochen). Tim kam immer zu uns und überredete uns Pausen zu machen, den Rest des Tages frei zu nehmen und ist sogar mit uns Segeln gefahren. Wir haben an dem allwöchentlichen Segel-Race als Crew seines Bootes „Rising Farrst“ (das 2te „r“ muss so) teilgenommen und sind größtenteils nur als Gewichtsverlagerungsgegenstände von der einen Reling zur anderen gekrabbelt. War aber trotzdem mal ne coole Erfahrung. Am vierten Tag bei Tim kamen Jess und Kathy (eine Australierin aus Melbourne und eine Engländerin) hinzu und leisteten uns Gesellschaft. Beide waren wirklich seeehr nette und liebe Menschen. Tim wurde jedoch immer komische und fing an, ziemlich rassistische Bemerkungen gegen Deutsche zu machen was am Ende darin gipfelte, dass er uns persönlich den 2ten Weltkrieg vorwarf und uns mitten in der Nacht aus seinem Haus mitten im Nichts schmiss. Das war für Martin wahrscheinlich noch etwas unerwarteter als für uns, da er gerade erst angekommen war und direkt wieder mit uns abhauen konnte. Wir wissen auch nicht, wie sich Tims Geist so schnell wandeln konnte, da wir ihn die erste Hälfte der Woche als unglaublich lockeren und auch netten Typen kennen gelernt haben.  Aber naja, dann standen wir da mitten in der Nacht und waren auch mal um eine negative Erfahrung reicher. Dieser folgte aber zugleich eine sehr positive: Jess und Kathy verließen das Haus zur selben Zeit, luden unser Gepäck in ihr Auto und schafften es sogar noch einen Schlafplatz für die Nacht aufzutreiben. Wir waren natürlich äußerst dankbar und haben in einer Nacht einen halbwegs irren Rassisten hinter uns gelassen und zwei neue, wahnsinnig nette Freunde gefunden. 2 zu 1 ist da doch keine schlechte Quote! Das Gute überwiegt wie bei Batman oder Jesus!

Ab da hatten wir dann allerdings nur noch total tolle und wunderschöne Tage! Da wir wieder vereint sind und Chris natürlich als mittlerweile festes Bestandteil unserer Truppe weiterhin dabei ist, haben wir direkt unser Tomatengeld auf den Kopf gehauen und bis Brisbane alles gebucht, was schön,toll, supertoll ist!
Angefangen haben wir jetzt in Airlie Beach schon mal mit dem Great Barrier Reef und den Whitsunday Islands. 

Maybritt beim Fischern
Das Great Barrier Reef kennt man wahrscheinlich auch in Deutschland. Es erstreckt sich jedenfalls entlang der australischen Ostküste und ist 2300 km lang. Es beherbergt so circa alle schönen Tiere, die so im Meer herumschwimmen und man kann tauchen was das Zeug hält! Das haben wir dann auch gleich erst einmal gemacht und sind mit einem Boot raus auf eine kleine Bootsinsel gefahren.
Dort konnte man das All-You-Can-Schnorchel-Angebot den ganzen Tag lang in Anspruch nehmen. Aaaaber wir haben uns gierig, wie wir sind noch zwei richtige Scuba-Dives dazugebucht! Beim ersten lernt man erst wie man das überhaupt so richtig macht, also unter Wasser atmen und sich bewegen (anfassen ist nämlich nicht! Du lässt die Korallen in Ruhe und die lassen dich in Ruhe!) und sowas. Beim zweiten Dive sieht man dann mehr schöne und wirklich seeehr faszinierende Sachen. Große Fische, eine unglaubliche Korallenvielfalt und alles, was dort noch so durch die Gegend schippert. Des Weiteren lasst euch gesagt sein, dass Tauchen einfach soo mies Bock macht! Direkt wieder!



Über und auf Whitehaven:)
Am nächsten Tag ging es dann auf die Whitsunday Islands. Hier sind wir mit einem Rafting-Boot hingefahren. Das heißt eigentlich einfach mehr Speed und ein kleineres Boot, was nur so über die Wellen flitzt und einen zu unglaublichen Orten bringt. Erster Stop war eine kleine Insel (die Whitsundays bestehen aus 74 davon. Keine Ahnung wie viele wir gesehen haben, aber betreten haben wir immerhin 2) mit einem Wahnsinns Ausblick auf die anderen Inseln, das so was von blaue Meer und Strände, die mit denen, die wir bisher gesehen haben nicht vergleichbar sind. Auf dem Foto hier sieht man den Whitehaven Beach, von dem wir einen für Normalsterbliche zugänglichen Teil betreten durften. Der Sand ist dort einfach weiß und miniminiminiklein. Man sinkt also eigentlich immer etwas ein und man kann fast schon Schneeballschlachten damit machen (und sich nach Frau Fischer auch damit die Zähne putzen), weil er so fein ist. Das Wasser ist kristallklar. Man kann sich quasi auch die Fußnägel schneiden, wenn man bis zur Hüfe drin steht. Weiterhin haben wir dort einen Rochen gesehen, der so circa einen halben Meter Durchmesser hatte. Weiter ging‘s dann zum Schnorcheln an zwei verschiedenen Orten.  Bei dem ersten gab es wieder wunderschöne Korallenformationen (wir befanden uns auch nur wenige Kilometer vom Great Barrier Reef entfernt) und jeeeede Menge Fische, die gefüttert wurden.
Star Trek Stinger Suits und Martin, wie er am fliegen dran ist!
Wir waren also im Meer, während einer der einfach immer unglaublich freundlichen und lustigen Leute der Crew genau auf uns vier eine Ladung Fischfutter geworfen hat, was dazu führte, dass wir in Mitten eines Fischschwarms von kleinen bis wirklich schon ziemlich großen Fischen schwammen. Martin hat auch Fotos auf seiner Unterwasserkamera, die müssen aber erst entwickelt werden. Dann ging es weiter zur zweiten Schnorchelstation: Turtle Abbey.  Dort hatten wir wirklich die einmalige Gelegenheit neben Wasserschildkröten zu tauchen und zu schwimmen, was trotz dem wunderschönen Whitehaven Beach wohl das Highlight des Tages war. Dann ging‘s zurück zum Hafen und ins Hostel.

Jetzt gerade sitzen Martin, May und Chrissi im Bus nach Townsville, was sich nördlich von Airlie Beach befindet, obwohl wir eigentlich in den Süden wollen. Aber da wir aus Cairns direkt hier herunter gekommen sind und den Tomatenjob angenommen haben (und an Gewicht abgenommen), haben wir einiges auf der Route verpasst. Wir fahren jetzt 4 Stunden mit dem Bus nach Townsville um dort morgen Magnetic Island mit Rollern zu erkunden, wo es Koalas geben soll! Chris war dort schon und wartet solange in Airlie Beach. Wir sammeln ihn dann in 2 Tagen auf uns fahren südlich nach Rockhampton (2 Nächte), dann nach Agnes Waters und der Town of 1770 (2-4 Nächte)und dann nach Rainbow Beach und Fraser Island, wo wir campen und die Insel mit Trucks erkunden werden, dann nach Noosa, wo wir im Regenwald campen und den Zoo in dem Steve Irwin tätig war sehen werden und dann schließlich nach Brisbane, wo wir Weihnachten und vielleicht auch Silvester verbringen wollen und auch im neuen Jahr wieder arbeiten wollen! Wir freuen uns momentan einfach nur auf diesen Monat, der jetzt schon nach einer kleinen blöden Erfahrung so wundervoll angefangen hat :)

Shave Off Party!
Weiterhin wird hier überall der Mo-vember abgefeiert. Richtig lustige Tradition für miese Typen. Man rasiert sich anfang des Novembers und lässt den ganzen Monat lang seinen Schnurrbart (also Moustache) wachsen. Auf dem Foto seht ihr, wie der Monat dann enden kann, haha. Das ganze hat eine tiefere Bedeutung. Wer sich genauer informieren möchte, der klickt  hier drauf. Weiterhin hat ganz Proserpine mitgemacht!




Ach ja und zum Schluss gehen noch dicke Geburtstagsgrüße an Max und Matthi raus!

Bis dann,
the United Mates of Australia

Hinter uns: Wwoofen bei Tim, Great Barrier Reef, Whitsunday Islands
Vor uns: Townsville mit Magnetic Island, Rockhampton, Agnes Water, SeventeenSeventy, Fraser Island, Noosa, Brisbane