Dienstag, 27. September 2011

We were free once to be young

Pssst Leute, es gibt Neuigkeiten und zwar eiiinige!
Wie versprochen hat sich Chrissi eine Gitarre und Martin dazu Rasseln (aka maraccas) gekauft.
Maybritts Stimme war schon im Kauf inbegriffen. So haben wir uns direkt einige miese Akustik-Cover
auf den Schirm gepackt und uns direkt am Montag eine Busker Permission für Cairns geholt.
Das heißt, das wir ins Polizeipräsidium latschen mussten um dort einer netten Dame ein Lied
vorzutrellern. Ihr gefiel es wohl und direkt hat Cairns uns unter Vertrag genommen ;) 
Buskers are amused
Am Abend haben wir dann auch direkt unsere ersten 46,40 $ mit Musik verdient und dabei nette Iren und Schotten getroffen. Achja und Songoku! Der Typ sah jedenfalls so aus. Weiterhin bekamen wir neben unserem Reichtum eine Weisheit von einem sehr netten und alten Mann mit auf den Weg, der uns einen Zettel zusteckte. Sie bildet die Überschrift für diesen Eintrag. Wir sind Sonntag in ein billigeres Hostel umgezogen und leben hier sogar in einem geräumigen Zimmer mit vier betten zusammen mit einer eher ruhigen Chinesin, die eigentlich Japanerin ist. Desweiteren haben wir versucht zu Couchsurfen, also bei Einheimischen für umsonst auf der Couch zu leben. Wir hatten auch schon fast eine Zusagevon einem schwulen Nudisten, doch es reichte ihm wohl nicht, dass wir seinen Lebensstilrespektieren und trotz des eher ungewöhnlichen Kleidungsstils bei ihm nächtigen und ihn
kennenlernen wollten. Nein, er wollte auch, dass wir diese Art von Lebensstil für die Dauer
des Aufenthalts in seinem Haus teilen. Diesen Anforderugen wollten wir dann allerdings nicht
nachkommen und so blieben wir im Hostel.
Corona Hostel (Oben Links Chinapanerin)
Aber nun weg von den Nebensächlichkeiten hin zu den großen
Veränderungen: Überraschender Weise haben wir heute Nachmittag zu dritt einen Job als Fruit Picker 600 km weiter südlich bekommen und werden direkt morgen um 7:00 Ortszeit mit dem Greyhoundbus dorthin weiterziehen. Uns erwarten Arbeitszeiten von morgens um 20 nach 5 bis es abends dunkel wird,Schlangen, Spinnen und Hitze. Wir sind also schon nicht unerheblich gespannt auf den nächsten Monat, den wir dort verbringen werden. Desweiteren werden wir nach Erntemenge bezahlt werden und ärgern uns gerade tierisch, dass wir in Deutschland nicht regelmäßig pumpen gegangen sind.
Wir sind dort nicht weit von den Whitsunday Islands entfernt und werden dort nach vollbrachter
Arbeit die Natur genießen. Dannach hoffen wir auf ein günstiges Auto um das Great Barrier Reef
und Cape Tribulation nachzuholen, da uns die Arbeit ja nun unerwartet kurzfristig nach Süden
ruft.
Abschließend bleibt zu sagen, dass wir nicht genau wissen, wie es in den nächsten Wochen mit
Internet und Handyempfang aussieht. Wir hoffen natürlich auf beste Bedingungen um euch weiterhin
auf dem Laufenden zu halten. Achja, und Martin war beim Friseur. Dann passt der Strohhut auch besser!

Martin und Maisbritt (nicht im Bild: Chrissi)
 PS: Wir sitzen gerade auf ner Parkbank gegenüber vom Waterfront Hostel, weil uns da wer das Passwort fürs WiFi zugeflüstert hat. Das funktioniert sogar draußen ;)

Freitag, 23. September 2011

Aeroplane, Aeroplane don`t leave without me

Hallihallo Menschen am anderen Gesäß der Welt,
es gibt die ersten Neuigkeiten von uns. Wir sind nach zwei Tagen des Dauerflugs (genauer 5 verschiedene Flüge) gestern endlich in Cairns angekommen. Nachdem wir im Flugzeug diverseste Filme gucken, Musik hören und (sogar LAN-mäßig gegeneinander) Spiele daddeln, sowie koreanisches Bibimbap zum selber bauen mit Anleitung verspeisen konnten und deswegen quasi keine Zeit zum Schlafen hatten nutzten wir die 7 Stunden Aufenthaltszeit in Seoul zum Pennen und im Internet herumhängen. Achja, und May hat geraucht! 
Ententraining im Flugzeug
Nach weiteren 10 Stunden Flug und 3 Inlandsflügen á ca. 1,5 Stunden/Flug kamen wir im Waterfront Hostel in Cairns an, welches seinen Namen echt verdient hat. Das Meer ist im Sprint in ca. 10 Sekunden zu erreichen und direkt davor ist ein riesiger Pool, von dem wir natürlich zunächst nichts mitbekamen und in der hauseigenen Siffbadewanne das kühle Nass genossen. Nudeln, Schlaf und drei nette Zimmerkollegen/innen folgten. Desweiteren will bemerkt sein, dass man hier kein Essen importieren darf, weswegen Martin am Flughafen noch schnell eine Jalapeno aß. Danke an dieser Stelle an Chrissis Mutter, die so freundlich war uns Kekse in den Rucksack zu stecken, von denen niemand viel wusste. Alter, wir miesen Schmuggler.
Defibrillator App
Heute waren wir dann den ganzen Tag damit beschäftigt Bankkonten einzurichten, erstaunlich billige Handykarten zu kaufen, uns über die weit erstaunlicheren, sehr teuren Preise für Nahrung zu wundern und Frühlingsrollen in der Mikrowelle zu machen, weil Christopher Schmidt erzählt hat, es gäbe keine Töpfe. Später am Tag haben wir auch mal die Regale rechts der Spüle untersucht und entschieden, morgen vernünftig zu kochen. Weiterhin wurden wir direkt aus der ersten Mall hier rausgeschmissen. Da gibts so blöde Automaten, aus denen das Essen einfach nicht rausfällt. Dagegenschlagen gefiel dem Wachmann dann eher weniger. Najaa, jetzt gehen wir wieder umsonst Nudeln essen und morgen wird eine Gitarre gekauft und den ersten Jobhinweisen nachgegangen, denn das Leben hier ist teurer als gedacht.


Beste Grüße, die drei Fragetiere

Donnerstag, 15. September 2011

I convinced myself that I'm brave enough for all of this.

Also das hier ist er. Der erste Post auf unserem Blog. Noch sitzen wir in Elsen/Paderborn/Wewer herum und warten gleichzeitig gespannt und traurig auf den Abschied am Dienstag, den 20.9.2011 nach Australien. Von Frankfurt aus geht es los über Seoul nach Sydney und von dort aus schnell hoch an den Eastcoast des Kontinents nach Cairns, wo wir uns besseres Wetter, Arbeit und hoffentlich viele gute, interessante und wichtige Erfahrungen versprechen. Ich persönlich war noch nie länger als ein paar Wochen weg von hier und bin an Mutters Fürsorge und Vaters Allwissen in allen Fragen des Lebens, was auch kaputt geht, gewöhnt und bisher hat mir das eigentlich auch ganz gut gefallen. Aber man wird ja auch nicht jünger und irgendwie ist diese Welt schon ganz sehenswert wie man so hört. ;) Umso gespannter darf man wohl als Leser auf unsere Erlebnisse und Fehltritte, die wunderbaren und die verbesserungswürdigen Momente sein. Wer Lust und Zeit hat kann uns natürlich auch persönlich via Mail oder Skype erreichen (man bedenke jedoch die 8 Stunden Zeitverschiebung). Dropt uns ne Line! Ansonsten bin ich ein Fan von gedrückten Daumen und steifen Ohren!
Bis nächstes Jahr,
Chrissi