Mittwoch, 11. Januar 2012

This year I'll try not to think too much. This year I'll try to stand up for myself. This year I'll live like I've never lived before, this is my year for sure.

Typen!

Schon wieder nen Jahr vergangen seitdem wir das letzte mal schruben!
Wir hoffen mal, dass ihr alle bestestens ins neue Jahr gerutscht seid und gruendlich gefeiert habt! Wir haben Brisbane jedenfalls verlassen um ne tolle Rutsche fuers neue Jahr zu finden. Wir sind 15,5 Stunden runter nach Sydney geheizt und wollten uns dort mit den drei Nuernbergerinnen treffen. So viel zum Plan. Irgendwie sind die allerdings schon 3 Tage vor unserer Reise nach unten nicht mehr ans Handy gegangen und aus irgendeinem immernoch unklaren Grund dachten wir, dass die Maedchen ein Zimmer im Hilton hatten. Wir kamen am 31. morgens um halb 7 an der Central Station in Sydney an und haben uns direkt auf den Weg dorthin gemacht um einfach mal an der Rezeption zu fragen, in welchem Zimmer die drei denn sind. Najaaa, in keinem waren se. Daraufhin haben wir bei Hungry Jacks gefruehstueckt und uns langsam gefragt, ob wir echt so aetzend sind, dass man uns erst nach Sydney einlaed und uns dann nicht reilaesst bzw uns eine falsche Adresse gibt. Bis auf Maybritt traf das eigentlich auf keinen zu und so haben wir einfach mal wahllos Nummern angerufen und gewartet bis sich Eva bei uns meldete. Die drei hatten nur ihr Handy verloren und mussten sich noch schnell nen neues goennen. Das Hotel war auch nicht das Hilton, aber dafuer ein Rydges, was 18 km ausserhalb der Stadt lag und einfach mit bezahlbarem Zug zu erreichen war. Dort haben wir dann die naechsten zwei Naechte zu siebt in einem Zwei-Mann-Zimmer geschlafen.

Warten und warten und warten
 Wir sind dann direkt nach Ankunft in die City gefahren um uns nicht so uebelst nervende Plaetze fuer das Feuerwerk zu reservieren, da muss man hier naemlich schnell sein. Und so sassen wir ab 14 Uhr direkt zwischen Harbour Bridge und Operahouse und haben gewartet und gewartet und gewartet. Kurz dachten wir sogar, dass wir Silvester auf einer Yacht verbringen duerfen, da die Nuernbergerinnen die Ironie von einem Freund von ihnen nicht verstanden haben als sie diesen angerufen haben und ihn gefragt haben, wo er grad sei und er meinte "Jaaa, ich lieg hier grad auf soner Yacht. Ihr koennt auch kommen!" Auf Euphorie kann niederschmetternde Trauer folgen..
So haben wir den ganzen Tag mies durch die Gegend gehangen und gewartet bis etwas passiert. Zwischendurch gab es ein Flugprogramm zur Unterhaltung, was ziemlich beeindruckend war und auch einfach Recht hatte. Da hat ein Pilot wirklich wichtige und lebenswichtige Sachen an den Himmel geschrieben. Man schaue sich dazu das folgende Bild an und richte dannach auch sein Leben nach dieser - immerhin an den Himmel geschriebenen - Botschaft aus!
Trust Chris! Egal welchem!
Irgendwann wurder der Bereich in dem wir uns befanden sogar abgesperrt und man kam nur noch mit so einer Art Festivalbaendchen rein, was man sich - wenn man schon laenger drin war wie wir - fuer Umme bei den Securityfreunden abholen konnte.

Dann gings los! Um 21 Uhr gabs schon einen Vorgeschmack auf die Eskalation um Mitternacht: Ein Feuerwerk fuer Kinder! Ziemlich freundlich wie wir finden, da die meisten Kinder dannach auch allmaelich um uns herum eingeschlafen sind und kaum noch bis 24 Uhr durchhalten konnten. Fuer ein Art Einstimmung auf das groessere, eigentliche Feuerwerk war das um 21 Uhr aber schon ziemlich krass und wir haben direkt angefangen zu feiern. Komplett ohnen einen Schluck Alkohol uebrigens! Draussen darf man hier ja nicht Trinken und wenn man den ganzen Tag seinen tollen Platz fuers Feuerwerk halten muss, dann fehlt die Zeit zum Goon einkaufen. Die Wartezeit nach dem ersten Vorgeschmack war noch viel Schlimmer als die davor, weil man jetzt gesehen hatte, wozu die Aussies so faehig sind (30 Millionen Lobsen soll der Spass uebrigens jedes Jahr kosten!).
Feuriges Werk!
Und so gings dann um Mitternacht mit einem 90 Sekunden Countdown auch los. Irgendwie kam es einem so vor, als ob ganz Australien sich an einem Platz versammelt hatte, denn an Menschen hats beim Feuerwerk nicht gemangelt. Als sich dann die ersten Wellen von Raketen und Feuerwerkskoerpern aus der Harbour Bridge ergossen war einerseits Ausnahmezustand, aber andererseits waren alle ueberraschend leise, weil jeder nur auf das wirklich beeindruckende und auch irgendwie surreale Feuerwerk guckte. Ein kleines, schaebbiges Video davon gibts hier:

 

Nachdem das Feuerwerk zu Ende war, sind wir dann in die Innenstadt gezogen, die einfach eine riesige Party war (weiterhin ohne einen Schluck Alkohol!). Echt lustig, wie da Menschen aus aller Welt gemeinsam ausrasten. Dann wurden wir angerufen, haben selbst angerufen und auf einmal gabs mitten in Sydney ein spontanes Proserpine-Aftershow-Treffen. Circa JEDER Backpacker, den wir kennengelernt haben, war an Silvester in Sydney und das war echt ne gute Sache, weil man seehr viele Leute wiedergetroffen hat. 
Unser Abend war dann gegen halb 6 im Rydges vorbei und wir waren todmuede, da wir die Nacht davor ja im Bus durchgefahren waren uns jeder hoechstens 4 Stunden geschlafen hatte. Am 1.1.2012 gabs dann Abends eine kleine, Ring-Of-Fire-maessige Proserpine-Feier im kleinsten Hostelzimmer der Welt, welches Sam und Erik aus Schweden gehoerte. Spaeter auf der Strasse haben wir noch Sebastian wiedergetroffen, der irgendwie momentan unter ner Bruecke schlaeft, weil Hostels so teuer sind. Das Proserpinegeld ist wohl nicht nur bei uns mittlerweile knapp geworden. 

Nunja, am naechsten Tag sind wir erst abends um viertel vor sieben abgereist und so hatten wir noch Zeit, dass Operahouse touristenmaessig zu besichtigen. Nicht schlecht! Und wie man sich das denken kann waren wir natuerlich auch die einzigen Leute, die dort ihre Fotos machen wollten! Keine Touristen ausser uns! Und millionen Anderen..


Dann sind wir noch um ein Festival herumgelaufen um auch ohne zu bezahlen moeglichst viel davon mitzukriegen und ab gings zurueck nach Brisbane! Bis auf Martin, der noch zwei Tage lang versucht hat sich seinen Weg hoch zu hitchhiken, was auch die ersten 80 Kilometer ganz gut klappte, dann aber irgendwann wegen zu wenig Mitfahrgelegenheit und Zeit (Mieter hier in Brisbane ist ja bezahlt!) nach 48 Stunden in einem Zugticket zurueck endete. Die anderen drei waren ziemlich froh, dass Martin noch heile und unmisshandelt zurueckkam und seitdem leben wir gluecklich und zufrieden bis an das Ende dieser Woche an der Lutwyche Road 550 in Brisbane und suchen nach Arbeit. Maybritt hat auch schon zwei Tage Glaeser poliert, aber irgendwie kann man da nicht das grosse Geld machen und deswegen haben wir uns ueberlegt (wenns klappt) ab naechster Woche wieder ins Picker-Business einzusteigen und wieder einen Monat Sklavenarbeit zu machen. Das einzig gute daran ist, dass man jeden Tag und viel arbeiten und dabei kein nennenswertes Leben hat, also auch nichts ausgeben kann. Montag morgen sind wir auf jeden Fall raus aus Brisbane und wir sind gespannt, was uns dann erwartet!

Bis dennse und frohes Neues,
Maybritt Fischer, Martin Thomas, Christian Vaders und Christopher Schmidt

 Hinter uns: Spekatkuloeser New Years Eve in Sydney
Vor uns: Noch ne Woche Brisbane, hoffentlich Picken
Erstes Foto im neuen Jahr
550 Lutwyche Rd-Crew