Daaa sind wir wieder mit neuen Lach- und Sachgeschichten!
Wir haben seit dem letzten Eintrag so einiges erlebt. Das wichtigste ist erstmal, dass wir wieder zu dritt unterwegs sind und endlich richtig reisen und jeeeede Menge Geld ausgeben und arm werden können. Doch erst einmal zu den Ereignissen seit dem letzten Eintrag.
Wir haben das wunderschöne Hostel der „Whitsunday Terraces“ verlassen. Da wir dort eigentlich nur auf Martin gewartet haben und es zwar schön aber dafür auch nicht gerade umsonst war, haben wir uns entschieden zu WWOOFen (Willing Workers on Organic Farms). Das heißt, dass man für einen Farmer oder eine andere Privatperson 4-6 Stunden am Tag arbeitet und dafür Essen und einen Schlafplatz bekommt. Zunächst wollten May und Chrissi erst einfach in einem Hostel für Accomodation arbeiten (also quasi dasselbe wie wwoofen, nur halt in einem Hostel) und Chris hatte eine Wwoofing stelle sicher. Doch dann wurden dort noch zwei Plätze frei und wir kamen mit, da zusammen reisen immer lustiger ist.
Aufgenommen hat uns Tim, ein 48-jähriger Australier (bzw. Engländer, der mit Anfang 20 nach Australien aussiedelte). Da Tim ziemlich gut betucht ist, lebt er mittlerweile mit seiner Familie in Sydney und möchte seine Villa in Airlie Beach vermieten. Diese war allerdings noch nicht ganz reif dafür, also halfen wir ihm zu streichen, Putzen, Schleifen und so weiter und sofort. Die ersten Tage waren wirklich der absolute Hammer, da das Haus groß und schön ist, mitten in der Natur(bzw. am Arsch der Welt) liegt und eine richtige Pool-Area hat.
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| Segöööln/Tim's Haus/Arbeitende Typen! |
Das alles hatten wir drei quasi für uns alleine (am ersten Tag war noch ein nettes Tschechisch-Französisches Paar mit uns dort, aber die sind dann auch schnell Richtung Norden aufgebrochen). Tim kam immer zu uns und überredete uns Pausen zu machen, den Rest des Tages frei zu nehmen und ist sogar mit uns Segeln gefahren. Wir haben an dem allwöchentlichen Segel-Race als Crew seines Bootes „Rising Farrst“ (das 2te „r“ muss so) teilgenommen und sind größtenteils nur als Gewichtsverlagerungsgegenstände von der einen Reling zur anderen gekrabbelt. War aber trotzdem mal ne coole Erfahrung. Am vierten Tag bei Tim kamen Jess und Kathy (eine Australierin aus Melbourne und eine Engländerin) hinzu und leisteten uns Gesellschaft. Beide waren wirklich seeehr nette und liebe Menschen. Tim wurde jedoch immer komische und fing an, ziemlich rassistische Bemerkungen gegen Deutsche zu machen was am Ende darin gipfelte, dass er uns persönlich den 2ten Weltkrieg vorwarf und uns mitten in der Nacht aus seinem Haus mitten im Nichts schmiss. Das war für Martin wahrscheinlich noch etwas unerwarteter als für uns, da er gerade erst angekommen war und direkt wieder mit uns abhauen konnte. Wir wissen auch nicht, wie sich Tims Geist so schnell wandeln konnte, da wir ihn die erste Hälfte der Woche als unglaublich lockeren und auch netten Typen kennen gelernt haben. Aber naja, dann standen wir da mitten in der Nacht und waren auch mal um eine negative Erfahrung reicher. Dieser folgte aber zugleich eine sehr positive: Jess und Kathy verließen das Haus zur selben Zeit, luden unser Gepäck in ihr Auto und schafften es sogar noch einen Schlafplatz für die Nacht aufzutreiben. Wir waren natürlich äußerst dankbar und haben in einer Nacht einen halbwegs irren Rassisten hinter uns gelassen und zwei neue, wahnsinnig nette Freunde gefunden. 2 zu 1 ist da doch keine schlechte Quote! Das Gute überwiegt wie bei Batman oder Jesus!
Ab da hatten wir dann allerdings nur noch total tolle und wunderschöne Tage! Da wir wieder vereint sind und Chris natürlich als mittlerweile festes Bestandteil unserer Truppe weiterhin dabei ist, haben wir direkt unser Tomatengeld auf den Kopf gehauen und bis Brisbane alles gebucht, was schön,toll, supertoll ist!
Angefangen haben wir jetzt in Airlie Beach schon mal mit dem Great Barrier Reef und den Whitsunday Islands.
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| Maybritt beim Fischern |
Das Great Barrier Reef kennt man wahrscheinlich auch in Deutschland. Es erstreckt sich jedenfalls entlang der australischen Ostküste und ist 2300 km lang. Es beherbergt so circa alle schönen Tiere, die so im Meer herumschwimmen und man kann tauchen was das Zeug hält! Das haben wir dann auch gleich erst einmal gemacht und sind mit einem Boot raus auf eine kleine Bootsinsel gefahren.
Dort konnte man das All-You-Can-Schnorchel-Angebot den ganzen Tag lang in Anspruch nehmen. Aaaaber wir haben uns gierig, wie wir sind noch zwei richtige Scuba-Dives dazugebucht! Beim ersten lernt man erst wie man das überhaupt so richtig macht, also unter Wasser atmen und sich bewegen (anfassen ist nämlich nicht! Du lässt die Korallen in Ruhe und die lassen dich in Ruhe!) und sowas. Beim zweiten Dive sieht man dann mehr schöne und wirklich seeehr faszinierende Sachen. Große Fische, eine unglaubliche Korallenvielfalt und alles, was dort noch so durch die Gegend schippert. Des Weiteren lasst euch gesagt sein, dass Tauchen einfach soo mies Bock macht! Direkt wieder!
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| Über und auf Whitehaven:) |
Am nächsten Tag ging es dann auf die Whitsunday Islands. Hier sind wir mit einem Rafting-Boot hingefahren. Das heißt eigentlich einfach mehr Speed und ein kleineres Boot, was nur so über die Wellen flitzt und einen zu unglaublichen Orten bringt. Erster Stop war eine kleine Insel (die Whitsundays bestehen aus 74 davon. Keine Ahnung wie viele wir gesehen haben, aber betreten haben wir immerhin 2) mit einem Wahnsinns Ausblick auf die anderen Inseln, das so was von blaue Meer und Strände, die mit denen, die wir bisher gesehen haben nicht vergleichbar sind. Auf dem Foto hier sieht man den Whitehaven Beach, von dem wir einen für Normalsterbliche zugänglichen Teil betreten durften. Der Sand ist dort einfach weiß und miniminiminiklein. Man sinkt also eigentlich immer etwas ein und man kann fast schon Schneeballschlachten damit machen (und sich nach Frau Fischer auch damit die Zähne putzen), weil er so fein ist. Das Wasser ist kristallklar. Man kann sich quasi auch die Fußnägel schneiden, wenn man bis zur Hüfe drin steht. Weiterhin haben wir dort einen Rochen gesehen, der so circa einen halben Meter Durchmesser hatte. Weiter ging‘s dann zum Schnorcheln an zwei verschiedenen Orten. Bei dem ersten gab es wieder wunderschöne Korallenformationen (wir befanden uns auch nur wenige Kilometer vom Great Barrier Reef entfernt) und jeeeede Menge Fische, die gefüttert wurden.
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| Star Trek Stinger Suits und Martin, wie er am fliegen dran ist! |
Wir waren also im Meer, während einer der einfach immer unglaublich freundlichen und lustigen Leute der Crew genau auf uns vier eine Ladung Fischfutter geworfen hat, was dazu führte, dass wir in Mitten eines Fischschwarms von kleinen bis wirklich schon ziemlich großen Fischen schwammen. Martin hat auch Fotos auf seiner Unterwasserkamera, die müssen aber erst entwickelt werden. Dann ging es weiter zur zweiten Schnorchelstation: Turtle Abbey. Dort hatten wir wirklich die einmalige Gelegenheit neben Wasserschildkröten zu tauchen und zu schwimmen, was trotz dem wunderschönen Whitehaven Beach wohl das Highlight des Tages war. Dann ging‘s zurück zum Hafen und ins Hostel.
Jetzt gerade sitzen Martin, May und Chrissi im Bus nach Townsville, was sich nördlich von Airlie Beach befindet, obwohl wir eigentlich in den Süden wollen. Aber da wir aus Cairns direkt hier herunter gekommen sind und den Tomatenjob angenommen haben (und an Gewicht abgenommen), haben wir einiges auf der Route verpasst. Wir fahren jetzt 4 Stunden mit dem Bus nach Townsville um dort morgen Magnetic Island mit Rollern zu erkunden, wo es Koalas geben soll! Chris war dort schon und wartet solange in Airlie Beach. Wir sammeln ihn dann in 2 Tagen auf uns fahren südlich nach Rockhampton (2 Nächte), dann nach Agnes Waters und der Town of 1770 (2-4 Nächte)und dann nach Rainbow Beach und Fraser Island, wo wir campen und die Insel mit Trucks erkunden werden, dann nach Noosa, wo wir im Regenwald campen und den Zoo in dem Steve Irwin tätig war sehen werden und dann schließlich nach Brisbane, wo wir Weihnachten und vielleicht auch Silvester verbringen wollen und auch im neuen Jahr wieder arbeiten wollen! Wir freuen uns momentan einfach nur auf diesen Monat, der jetzt schon nach einer kleinen blöden Erfahrung so wundervoll angefangen hat :)
| Shave Off Party! |
Weiterhin wird hier überall der Mo-vember abgefeiert. Richtig lustige Tradition für miese Typen. Man rasiert sich anfang des Novembers und lässt den ganzen Monat lang seinen Schnurrbart (also Moustache) wachsen. Auf dem Foto seht ihr, wie der Monat dann enden kann, haha. Das ganze hat eine tiefere Bedeutung. Wer sich genauer informieren möchte, der klickt hier drauf. Weiterhin hat ganz Proserpine mitgemacht!
Ach ja und zum Schluss gehen noch dicke Geburtstagsgrüße an Max und Matthi raus!
Bis dann,
the United Mates of Australia
Hinter uns: Wwoofen bei Tim, Great Barrier Reef, Whitsunday Islands
Vor uns: Townsville mit Magnetic Island, Rockhampton, Agnes Water, SeventeenSeventy, Fraser Island, Noosa, Brisbane











