Aber zuerst einmal zur Vorgeschichte. Mit dem Ziel in dem touristisch beladenen Nachbarstädtchen einen Job als Kellner oder Saubermacher zu finden, der mich per festem Stundenlohn bereichert, habe ich den Weg nach Airlie Beach mit dem Bus auf mich genommen und Proserpine für etwa 8$ verlassen, was mit einer SMS von Maybritt quittiert wurde: „Schühüss!!! gehab dich wohl :)“ Danke nette Maybritt für's Zumbusbringen!
Aber zuerst einmal zur Vorgeschichte. Mit dem Ziel in dem touristisch beladenen Nachbarstädtchen einen Job als Kellner oder Saubermacher zu finden, der mich per festem Stundenlohn bereichert, habe ich den Weg nach Airlie Beach mit dem Bus auf mich genommen und Proserpine für etwa 8$ verlassen, was mit einer SMS von Maybritt quittiert wurde: „Schühüss!!! gehab dich wohl :)“ Danke nette Maybritt für's Zumbusbringen!
Der Mittwoch, 12.10.2011, Tag 1 in Airlie Beach, sah dann so aus:
Eine Adresse die ich vorher im Internet ausfindig gemacht und auf einen Zettel geschrieben habe, brachte mich zu einem Backpacker-Store, bei dem man Touren buchen, aber auch Mitglied fürs Wwoofing werden kann. Letzteres habe ich für 60$ in Anspruch genommen und dafür ein Buch mit Kontakten zu gaaanz vielen Farmen in Australien bekommen. Man hat so die Möglichkeit auf einer Farm zu wohnen, bekommt dort immer etwas zu essen und leistet im Gegenzug 4-6h Arbeit am Tag. Um nicht allzu lange auf einen Job zu warten und dabei täglich eine Unterkunft zu bezahlen, hielt ich diesen Plan für eine sinnvolle Alternative.
Zwanzig Minuten kostenloses Internet! Ich habe die Zeit genutzt um nach einem günstigen Hostel zu suchen. Es hat sich gelohnt, denn die Whitsunday Terraces hätte ich nie im Leben selber gefunden! Etwas abgelegen, zahlt man 23$ pro Nacht. Während ich woanders mit zehn Leuten in einem Raum schlafen müsste, habe ich hier sogar eine eigene Küche, ein eigenes Bad und sogar einen Balkon mit Blick aufs Meer bekommen! Cool, dabei wusste ich nur, dass mich ein kleines Vierbettzimmer erwartet. Richard hat das Zimmer bereits am Vortag bezogen, er ist 18, kommt aus Adelaide und bereist mit seinem Vierrad-Geländewagen erst einmal sein eigenes Land.
Sehr witzig, nachdem ich am nächsten Tag bereits einige Bewerbungen ausgedruckt und in Restaurants verteilt habe, war abends genug Zeit um zusammen mit den Nachbarn einen Karton Wein aufzumachen. Goon ist eigentlich eher die günstigste Möglichkeit etwas Alkoholisches zu trinken. Wer den 4-Liter-Karton öffnet, dem ist es auch egal ob die 10% jetzt in Wein schwimmen oder man es eher als Saft bezeichnen soll! Außerdem hat man nach Konsum, für 10 Euro auch noch ein aufblasbares Kissen! Einfach den leeren Beutel aufblasen und fertig, verschließt sich sogar von selbst, haha.
Nachdem Tag 3 und 4 in Sachen Jobsuche eher erfolglos blieben, habe ich zuerst noch nach einer Couchsurfing-Möglichkeit im Netz geschaut und jemanden aus der Nähe angeschrieben. Zufällig habe ich Frederique aus dem Tomatenpicker-Business wiedergetroffen, die mir von einem Anzeigenbrett in irgend einem Hostel erzählt hat. Super, hab ich noch gar nichts von gehört!
| Der Richard und der Kaktus |
Ich bin da auch direkt fündig geworden. Die Bewerbung an das Hotel auf der Insel ging per Mail raus und wurde kurze Zeit später mit einem Telefontermin beantwortet.
Nach einem kurzen Interview am Sonntagmorgen, Tag 5, hatte ich also die Jobzusage und konnte am nächsten Tag mit der Fähre zur Lindeman Island! Im Maileingang war aber zeitgleich noch die Zusage fürs Couchsurfing! Ich hätte also gut 2-3 Tage jemanden kennen lernen können, der gar nicht weit entfernt, im Regenwald wohnt und gerade dabei ist Lianen von seinen Bäumen im Garten zu cutten, damit diese nicht absterben. Kurz die Busverbindung gecheckt, telefonisch geklärt ob ich denn auch für lediglich eine Nacht anreisen kann und dann das Hostel verlassen.
Ich habe Dennis kennengelernt, er ist 30 Jahre alt und arbeitet in der Zuckerfabrik in Proserpine (die mit den zwei qualmenden Kaminrohren!). Er hat schon ziemlich viele Couchsurfer untergebracht und mich freundlicherweise eingeladen, obwohl er seinen freien Tag hat. Zu erledigen gab es trotzdem was, es kam noch eine Freundin dazu, sodass wir nachmittags zu dritt etwas Gartenarbeit erledigt haben. Fleißiges Bäume retten wurde mir mit zwei Macheten erleichtert. Yeah!
Abends gab es Bier und eine kurze Expedition in den umliegenden Wald, um auch ein paar Fotos zu machen. Die Nacht habe ich in meinem Zimmer mit Bett verbracht und bin morgens früh aufgestanden um den Bus zum Hafen nicht zu verpassen! Es hat sich gelohnt vorbei zu kommen!
Eine Stunde Shute Harbour – Hamilton Island, eine weitere Stunde am Hafen und zwei Gleichgesinnte kennen gelernt uuund noch ein bisschen für Hamilton Island – Lindeman Island.
Das Ziel gehört zu den Whitsunday Islands und ist hauptsächlich Nationalpark. Es gibt etwa drei verschiedene Strände, die man nach 3km auf dem Walkingtrack erreicht. In dem großen Resort bin ich als Night Public Area Attendant der Typ, der ab 15 Uhr überall unterwegs ist und einfach alle öffentlichen Orte sauber hält. „The laziest job on the island“, habe ich mir sagen lassen.
Das kann gut sein, denn viele Gäste gibt es zur Zeit nicht, also kaum leere Gläser oder verrückte Sonnenliegen ;) Ein cooler Eindruck insgesamt! Es gibt einige witzige Leute, eine besonders interessante Unterkunft und tatsächlich drei mal täglich Buffetessen in der Kantine bei der man richtig satt wird!
Martin ist sehkrank! Deswegen die Brille! |
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| Dongar-Wohnung |
P.S. Handyempfang gibt es eigentlich gar nicht. Um zu telefonieren muss man zum 8ten Loch auf den Golfplatz laufen! Bis man da ankommt sind sicher 15 Minuten rum. Man beobachtet aber ständig Leute, die - gar nicht weit weg - auf einer Bank STEHEN und telefonieren. DIE Simkarte habe ich mir jetzt auch geholt. Für vollen Empfang muss man sich wirklich drauf stellen, wer sitzt hat nur zwei Balken und klingt am Telefon wie ein Alien!
P.P.S. Einen günstigen Computer habe ich mir auch gekauft als ich für zwei Day-Offs in Airlie Beach war. (Ich bin schon zwei Wochen auf der Insel und zwei weitere liegen noch vor mir.)
WEN treffe ich in der Stadt vöööllig unerwartet?!?! Nicht Rudi Völler sondern... Christopher Schmidt! Unglaublicher Zufall! Kaum schneiden sich zwei freie Tage, schon schneiden sich die Wege! Das nächste Aufeinandertreffen sollte aber schon geplant sein, wenn ich am 20ten meinen letzten Tag habe, sind die beiden Tomatenpicker schon ein paar Tage auf freiem Fuß Richtung Süden. Ich ziehe dann nach.







Heftig! Am einen Tag auf einer (fast) verlassenen Insel, am anderen im tiefsten Urwald. Das hört sich nach Abenteuer an. Ich hoffe, du hast ein paar Überlebenstricks in petto.
AntwortenLöschenillo
Yeaaah, vergiss den Kinocheck nicht!
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