Mittwoch, 28. Dezember 2011

You don`t need maps when you know where the sidewalk cracks!


Tach Kinners,

ist mal wieder das ein oder auch mal zur Abwechslung das andere passiert. Die Andreas Hillemeyer-Version der Geschichte ist folgende: Wir waren in Noosa und sind jetzt in Brisbane.

Wer die volle ab-18-Version lesen will kann das hier tun:

Tragische Geschichte, lest weiter...
Nachdem wir Rainbow Beach verlassen haben, sind wir im Nomads Hostel in Noosa eingefallen und haben uns von dort aus erst einmal die schöne Stadt angesehen. Noosa ist endlich einmal ein ein bisschen größeres Dorf (ich glaube aber, dass man guten Gewissens auch Stadt sagen kann). Es gibt reichlich Läden zum Geld ausgeben, insgesamt eine ziemlich weit verteilte und schöne Innenstadt und wieder zahlreiche Berge und Parks zum beklettern, was wir dieses Mal aber mal ausnahmsweise unterlassen haben.
Stattdessen war Martin beim Optiker und konnte sich endlich mal ne Brille bestellen. Das tragische und zugleich auch ziemlich lustige über Martin Thomas ist nämlich, dass er seit Wochen eine riesige Büchertasche voll mit dicken Schinken mit sich herumschleppt, seine Kontaktlinsen aber irgendwie nicht mehr nicht in seinem Auge nerven wollen und so ist er im Moment etwas zu blind um zu lesen. Die Brille kommt aber in circa zwei Wochen an. Wir werden feiern! Chrissi hat sich auch direkt mehrere neue Bücher geholt, nur um Martin zu ärgern versteht sich.
Man mag sich fragen, was wir eigentlich in Noosa wollten, denn der Ort ist nicht nur für seine wahnsinnigen Optiker bekannt. 

Najaaa, also zunächst sind wir erst einmal souverän in den Zoo gegangen! Wir haben einen Wahnsinns-Tag im Australian Zoo verbracht, in dem Steve Irwin auch heute noch wie ein Gott behandelt wird. Wer Crocodile Hunter früher ähnlich gefeiert hat wie wir, der wird wissen, was für eine einnehmende und charismatische Person der Mensch war. Er scheint dort wirklich einen tiefen Eindruck hinterlassen zu haben, denn an allen Ecken wird dort versucht sein Lebenswerk fortzuführen. Wir haben uns natürlich viele australische Tiere angeguckt und unter anderem auch festgestellt, dass die Schlange, die ein paar Businesspartner von uns auf dem Tomatenfeld gefunden und totgeworfen haben, eine Brownsnake und damit die zweitgiftigste Schlange Australiens ist. Und das will schon was heißen. 
Poserbild mit Känguru
Weiterhin haben wir uns Krokodilsfütterungen bzw eine Krokodilsshow angeguckt und meine Herrn, was können die Viecher beißen. Um euch Leser auch mal ein bisschen zu belehren: Ein Krokodilsmaul kann mit 3000 Pfund zuschappen, was der stärkste Biss ist, den das Tierreich kennt. Allerdings kann es den Mund nur sehr schleppend öffnen, so dass ein paar Umwicklungen mit Tesafilm schon oft ausreichen um den Kiefer geschlossen zu halten. Für die Zukunft auf jeden Fall merken, niemals einfach mal in Flüsse zu springen. Weiterhin haben wir Elefanten gefüttert und so einige Echsen, die hier einfach überall auf den Wegen und Straßen rumlaufen, fast plattgetreten und Poserbilder mit Kängurus gemacht. War ein wirklich toller Tag!

Kaum wieder im Hostel, haben wir auch schon wieder die wichtigsten Sachen gepackt und sind am nächsten Morgen für drei Tage auf eine self-guided Tour durch die Everglades  (nicht die in Florida!) gefahren. Die Tour war der Hammer und wir hatten durchweg viel Spaß und haben wieder tolle neue Leute kennengelernt. Das gute war, dass die Tour diesmal wirklich 100% self-guided war und man sich nach nichts richten musste (wie z.B. auf Fraser Island). Man bekam Kanus, Campingzeug, ein Zelt und einen 10 Liter Wassertank (immer alles für 2 Personen, Gruppen Chris hoch 2 und Maytin) gestellt, was auch ziemlich cool war, da wir auf Fraser Island mit 4 Leuten in den selben Zelten geschlafen haben, in denen wir nun zu zweit Platz hatten.
Mirror, Mirror on the River
Dann gings los: Den Noosa River hoch und irgendwann betritt man dann die Everglades. Wir sind ca 1,5 Stunden zum Campingplatz gepaddelt, haben unser Lager aufgeschlagen, was gegessen und sind erst mal Schwimmen und anschließend noch eine Runde paddeln gegangen („Every day I’m paddeling“).  Auf dem Zeltplatz waren wir insgesamt 17 Menschen allerdings nicht alleine. Wir bekamen Gesellschaft von einem einfach allesfressenden Truthahn und einer riesigen Echse, die mit Schwanz einfach mal so groß wie Chrissi war (konnte man messen, als sie einen Baum ein Stückchen hochgeklettert war). Ach ja und wir haben mal endlich ne fette Spinne gesehen! 

Am nächsten Tag konnte man dann irgendwann weiterpaddeln und wieder einen Berg hochwandern, auf dessen Spitze sich eine gigantische Dünenlandschaft mit malerischem Ausblick über die Everglades erstreckte. Wirklich der Wahnsinn, was man hier so sieht. Da wurden erst mal Fotos gemacht bis die ersten Kameras versandet waren.
AUSTRALIA
Anschließend gings den ganzen Weg mit einigen Schwimmeinlagen zurück und es wurde überm Gaskocher gekocht, Karten gespielt, Wahnsinnig-Geschichte mit Zwergenwitz erzählt und dann wegen Regen entschieden, Schlafen zu gehen. Mit circa unendlich Mückenstichen gings dann am nächsten Tag wieder zurück, wo uns ein netter Bootsfahrer (mit gigantischen Nasenlöchern) abholte und uns nebenbei erzählte, dass eine andere Gruppe ein paar Wochen vorher eine riesige Python im selben Fluss gesehen hat, in dem wir die letzten Tage so viel geschwommen waren. Naja, wir wurden aber vorher vor Schlangen und auch kleinen Haien gewarnt. Solange man alleine schwimmt kann aber wohl nicht viel passieren. Das wirklich faszinierende an dem Fluss waren allerdings die Spiegelungen. In dem Bild hier kann man meines Erachtens kaum unterscheiden, was echt und was Spiegelung im Wasser ist. Wirklich einmalige Sache, das Ganze!
Und weiterhin haben wir die ganze Tour insbesondere mit fünf netten Nürnbergerinnen bestritten und uns wirklich gut mit ihnen angefreundet.

Martin Thomas, gedreht in den Everglades
Weiter gings nach Brisbane, wo wir direkt am ersten Abend (was echt ne Leistung ist, da wir erst um 18 Uhr ankamen) eine dededäääääm WOHNUNG gefunden haben! Für 85 Lobsen die Woche (per Person) leben wir über einem Adultshop mit Aldi um die Ecke mit Merry (Vermieterin, kommt aus Indonesien), Marlon (Columbianer und passionierter Schmuggler von billiger Kleidung aus China), noch sonem Typen (Kennt keiner, hat dafür viele Haare am Oberkörper) und Lena, Steffi und Eva (3 der 5 Nürnbergerinnen) zusammen!
Wir haben jetzt erst mal in Ruhe Brisbane kennengelernt und viel Spaß mit den dreien gehabt, viele Filme geguckt, Goon verköstigt und und und! Brisbane ist eine richtige, echte Großstadt mit allem was dazugehört. Wir sind alle wirklich froh, mal zur Abwechselung richtig mitten in der Zivilisation zu leben und ihre Vorzüge zu genießen (auch wenn das immer mit Geldausgeben zu tun hat). Wir wohnen ja auch verhältnismäßig billig momentan, zahlen nichts für Wäsche und Küche und haben sogar einen Fernseher! 

Wir verlaufen uns übrigens die ganze Zeit im riesigen Brisbane. Wir haben keine Maps und wissen nicht, wo der Sidewalk crackt. Son Mist. 

Weihnachten haben wir natürlich in unserer Wohnung zusammen mit den Nürnbergerinnen, Merry, Heikki und Mike (beides gute, alte Freunde vom Tomatenpicken) gefeiert und uns Feuerzangenbowle, Bier und german Lebkuchen und german Christstollen gegönnt! Boah ist sowas teuer hier, selbst wenn man den Aldi vor der Haustür hat! Da dauert Heiligabend schon einmal bis 6 Uhr morgens. Wir hatten sogar einen Weihnachtsbaum zum zusammenstecken, jedoch ohne Schmuck. Also haben wir ihn einfach mit jedem Mist, der so rumflog geschmückt: Flip Flops, Sonnenbrillen, Buskers Permissions, Peter Pans Wristbands, Tomatenbin-Tags und so weiter und sofort!

Weihnachten in Brisbane!
Und weiterhin hier ein kleiner Hinweis: Niemals Fahrräder bei Citycycle in Brisbane leihen! Die dicken Ärsche :D Schreiben auf die Werbung 11 Dollar die Woche und wenn man die Fahrräder mit nach Hause nimmt kriegt man ne Mail, dass die 11 Dollar nur fürs subscriben sind und 24 Stunden 165 Dollar kosten sollen. 2 Wochen wohnen und Miete zahlen oder nen Fahrrad für nen Tag leihen? Auf Soundwavefestival gehen (für das May und Chrissi Karten haben, hehe) oder nen Fahrrad für nen Tag leihen? Irgendwie nicht so übelst witzig. Wehe einer lacht! Wir sind dann 30 Minuten zum Office von denen gelatscht, wurden dort an nen Telefondienst verwiesen, der uns dann riet ne Mail zu schreiben.
Naja, bisher wurden wir nicht gecharged und der Typ am Telefon meinte auch, dass das vielleicht gar nicht passiert. Geschieht wahrscheinlich häufiger. Wir kamen uns son bisschen so vor wie in soner Taff-Pro7-NachmittagsDoku, wo son scheinheiliger Internetdienst hochgenommen wird :D aber wahrscheinlich sind wir fein raus, wir halten euch mal auf dem Laufenden ;) Andernfalls richten wir ein Spendenkonto ein.

Die Nürnbergerinnen sind gestern ausgezogen und nach Sydney weitergereist, wo sie für Silvester ein Hotel gebucht haben. Man muss dazu sagen, dass Sydney an Silvester der vollste Ort der Welt ist und man kein Hostel unter 80 Dollar die Nacht bekommt, man dann mindestens 9 Nächte bleiben muss und einfach im 
Typ, Eva, Typ, Steffi, Typin, Typ, Heikki, Lena
Idealfall nen halbes Jahr vorher was organisiert haben sollte. Haben wir natürlich nicht, aber wir sind ja lieb und haben noch liebere Freunde. Wir dürfen auf dem Boden der Nürnbergerinnen pennen, haben uns heute einen Bus runter gebucht, nachdem alle Versuche eine Karre zu mieten mit Heikki und Mike dank unser Spontanität und Kurzfristigkeit nach hinten losgingen. Also geht’s übermorgen nach Sydney, dann wieder hoch und dann wird sehr exzessiv nach Arbeit gesucht, da die meisten von uns ziemlich blank sind.




Geburstagsgrüße gehen Raus an Nils Fischer, Pia Schram und Ääändy mit drei ä!

Bis dann ihr Lieben, frohe Weihnachten nachträglich und nen guten Rutsch vorträglich,
Tick, Trick und Martin

Hinter uns: Noosa, Kanutour, Brisbane
Vor uns: Sydney, Silvester, Brisbane , exzessive Jobsuche
Alter, wie es Weihnachtet!

1 Kommentar:

  1. Danke für die Geburtstagsglückwünsche und frohes neues Jahr! Klingt ja ganz vernünftig, Silvester in Sydney. Bin ich auf den Bericht gespannt. Hier wars auch superspannend an Silvester. Es hat kaum geregnet und am Nachmittag habe ich sogar eine Katze aus dem Bus gesehen!

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